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Ziele
Ein Kind müht sich mit dem Reißverschluss seiner Jacke ab und ist dabei konzentriert bei der Sache.
Ein Kind kommt ins Kinderhaus und lehnt die angebotene Arbeit mit dem Montessori-Material ab. Es möchte lieber den ganzen Tag kleben, kneten, schnipseln oder spielen.
Einige Kinder haben nach einem verregneten Wochenende den Wunsch, sich mal richtig austoben zu können.
Ein Kind kommt morgens in die Gruppe und möchte ungestört oder alleine sein.
Ein Kind möchte eine Kerze anzünden oder an der Werkbank mit Hammer und Säge arbeiten.
Ein Kind möchte sich gerne seine Schuhe selbst zubinden. Es besitzt die manuelle Geschicklichkeit, scheitert aber im Bewegungsablauf.
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In unserem Montessori-Kinderhaus haben wir von Anfang an die gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder konzeptionell und grundsätzlich zu unserer Aufgabe gemacht.
Von 55 Kindern, die in unserer Einrichtung betreut werden, haben 10 Kinder sonderpädagogischen Förderbedarf. Integration bedeutet nicht die Anpassung der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, sondern wechselseitiges Lernen von- und miteinander. Wir helfen den Kindern ihre Persönlichkeit zu entfalten, ihre Umwelt schrittweise zu erobern und sich mit ihr auseinander zu setzen. Wir streben möglichst viel Gemeinsamkeit zwischen Kindern mit und ohne Behinderung an. Im gemeinsamen Spiel und unbefangenen Umgang miteinander wird die Lernmotivation angeregt, werden Selbstbewusstsein, Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein gefördert. Es werden Toleranz und Verständnis bei allen Kindern entwickelt. Ziel der Montessori-Pädagogik ist es, alle Kinder selbstverständlich in alle Lebensbereiche unserer Gesellschaft einzubeziehen. Darauf bereiten wir die Kinder vor. Es ist erstaunlich, über welch ein Potential an Fähigkeiten und Kräften ein Kind verfügt, um sich trotz seiner physischen oder geistigen Beeinträchtigung seinen Weg zu bahnen. Dies verdient unser aller Achtung.
Das Kind ist in erster Linie Kind und dann das behinderte Kind. Nicht die Behinderung ist entscheidend für Annahme oder Ablehnung, sondern es gelten die gleichen Gesetzte für Sympathie und Antipathie wie sonst im Leben.
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